Mein 1.Fahrrad bekam ich mit 11 Jahren.Ein gebrauchtes Eingangfahrrad für 30 DM.Das war 1967.Und seitdem ging es zumindest mit der Gangzahl steil bergauf.Mit 40 Jahren(nachdem ich mich im Fußball,Reitsport,Kraftsport und Laufen versucht habe) war es dann ein KHS-Bike mit 18 Gang.Danach ein Scott mit 21 und dann wiederum ein Scott(übrigens bin ich dieser Marke bis heute treu geblieben) ,diesmal mit 24 Gängen.Und heute sind es natürlich 27.Und dabei soll es auch bleiben,bis ich vielleicht altersbedingt meine Gangzahl wieder rückgängig mache.Ne nette Vorstellung in ein paar Jährchen auf einem Hollandrad(+ Anhänger für meinen Hund) mit 3 Gängen herumzukurven,oder doch mit 70 Jahren die Bike Transalp fahren."Wir werden sehen...."
1998 fuhr ich meinen 1.Marathon in St.Wendel bei Kaiserwetter( Regen und Matsch) .Mit Aldiklamotten( über den Einsatz der Hose darf ich heute gar nicht mehr nachdenken),zum erstenmal Cleats an den Füßen,Apfelschorle in der Flasche und das Allerbeste: die Reifen mit 4,5 bar aufgepumpt( damals war ich noch der irrigen Meinung,das man so ja keinen Plattfuß bekommen kann).Ich bin mindestens 21 mal gestürzt,gerutscht,hab mich überschlagen.Nach 7km war der Umwerfer kaputt,so ging nur noch das mittlere Kettenblatt.Nach der ersten Runde wollte ich aufhören,aber mein Sohn hat mit mir um sage und schreibe 10DM gewettet,das ich es nicht schaffe.Und da man seinen Kindern ein Vorbild sein soll bin ich halt mal weitergefahren( und gelaufen).Nach 9,33h kam ich als Letzter auf Platz 299 ins Ziel.Danach hab ich mein Bike in den Keller gefeuert und es 3 Wochen nicht mehr angeguckt.Aber so langsam reifte der Entschluss,das ich jetzt doch mal ein bisschen trainieren sollte und da bin ich halt die Saar rauf -und runtergeradelt.Keine Steigung,keine technischen Schwierigkeiten,kein Verkehr.Das das damals das wohl beste Grundlagentraining war wurde mir aber erst Jahre später bewusst.
Und so langsam nimmt mein persönliches Bikerschicksal seinen Lauf ! Die Faszination hält immer noch an.Auch nach 14 Rippenbrüchen,3 Schlüsselbeinbrüchen,2 Schulterbrüchen und 5maliger Luxation der Schulter.Spötter würden jetzt behaupten das ich zu blöd zum Fahren bin.Aber nach über 100 xMarathons,19x 24h-Rennen,3 x Transalpteilnahme,3 Langstreckenrennen mit dem Rennrad und vielen RTFs und CTFs ist die Wahrscheinlichkeit schon groß,das halt mal was passiert.Auch die Frage nach Jahreskilometerzahlen,nach Höhenmeterzahlen,nach Stundenzahlen kann ich nicht beantworten,da ich schon immer nach Lust und Laune,ohne festen Trainingsplan und oft ohne Tacho oder ähnliche Utensilien losgeradelt bin.
Höhepunkte gab es viele.Oft waren es gerade die kleinen,eigenen Ausfahrten,die mit vielen Anekdoten und Erlebnissen gewürzt waren.Meine persönlichen Highlights,die mir so spontan einfallen:die ersten 100km an der Saar- man war ich stolz, die Vizeweltmeisterschaft 2006 in Eschlikon-22h Dauerregen und ein absolut spannendes Finish um den 2.Platz, die Salzkammerguttrophy-ist bis heute mein Lieblingsmarathon, und die Freude über die Langstreckenrennen mit dem Rennrad-wobei mir hier v.a.meine Teilnahme am Glocknerman 2010 unvergesslich bleibt!
|